gruppentherapi der blattläuse.
June 3rd, 2012 § Leave a Comment
apachenromantik mit buffalo bill.
May 30th, 2012 § Leave a Comment
mensch ist simultan,
ungeheuer von eigen und fremd,
jetzt, vorher, nachher und zugleich -
platzender buffalo-bill von apachenromantik
grenzenlosester realität des fortwährend
widersprüchigste komplexe
umfassenden erlebens, beziehungen.
gedankliche unruhen.
May 29th, 2012 § Leave a Comment
gedankenfolge. gedankengang. gedankengehalt.
die zellen demonstrieren.
steine fliegen.
zellen liegen.
richten sich auf.
ballen die faust in die luft.
die wand aus hirnhaut ist fester als gedacht.
die sinneseindrücke wollen durch.
raus in die freiheit.
endorphine freisetzen.
gedankenlos. gedankenreich. gedankenverloren.
eine von istanbul über köln nach berlin zigarettenlänge.
May 25th, 2012 § Leave a Comment
streit mit dem von und zu giro.
rückt nicht mit der sprache raus.
absolut eingeschnappt.
total mühsam.
keine chance für mich.
na, meinetwegen.
„ich komme auch gut ohne dich klar“
ganz ganz bestimmt.
sind nur noch zwei wochen,
dann gibts du eh nach.
wetten?
bis dahin.
halte ich eben diät.
mache 3 sit-ups die woche.
café füllt auch irgendwie den bauch.
wenn genügend kuhpipi drin ist.
ausgehen?
total überbewertet.
draussen sitzen.
kioskbier lässt sich immer schnorren.
ausserdem hat man doch nicht so
aus jux und dollerei
die weltbesten genossen an seiner seite,
sei es in istanbul
oder im juten kölle.
nach einer trennung,
weißt man immer,
was man an denen hat.
an den genossen.
deswegen:
ich will dich nie wiedersehen,
es ist vorbei.
aus.
geh doch zu der anderen.
die da heißt, bausparvertrag.
therapipi im roosevelt hotel.
May 22nd, 2012 § Leave a Comment
was liegt dir auf dem herzen?
so oder ähnlich fängt meine therapipi an.
ich führe sie mit mir selbst durch.
tue ich das?
bin ich wohl ein guter freud?
funktioniert es denn?
sich selbst therapissen?
woher wissen, woran zu arbeiten?
was, wenn die traurigkeit so tief ist,
dass man sich selbst nicht mehr rausziehen kann?
was, wenn das beklemmende gefühl so stark ist,
dass man kaum gegen ankommt?
genau dann, wenn du denkst,
es geht nicht mehr.
es wird zuviel.
kommt apachini angeritten und fängt sie ein.
mit einem lasso.
die kleinen krabbeltierchen.
hau ruck.
weg sind sie.
eingelegt zwischen getreide.
gären sie vor sich hin.
die kleinen krabbeltierchen.
destilliert mit etwas liebe.
trinken wir auf uns.
fräulein weissgesicht sazerac.
soll ich dir noch was mitbringen?
nen juri oder so?
das war doch ein großer erster schritt.
ich denke, wir sind gut voran gekommen.
bis nächste woche dann.
äh. haste mal nen pflaster?
May 14th, 2012 § Leave a Comment
wer braucht schon nen euro?
pflaster ist das neue schwarz.
bist du müde?
ausgelaugt?
überarbeitet?
blöde arbeit.
keinen anruf bekommen?
keine sms?
dieses schwein.
zu festen stuhl?
zu kalt draussen?
ah, ne, zu warm?
arschlochwetter nochmal.
zu wenig zeit?
zu viel zeit?
was denkt sich auch die erde,
sich ständig zu drehen.
zu grün?
zu rot?
definitiv zuviel freie demokratie.
tiergeräusche.
May 13th, 2012 § Leave a Comment
wäre es nicht schön?
schlüpf in dein pinguin-kostüm.
ich trage meines bereits in form eines schweinchen.
doch muss du nicht in den matsch,
für dich watschel ich in den volksgarten.
dort gibt es enten, die im dreck schwimmen.
ab und an eine fledermaus.
du bist zwar selbst einer,
aber deine angst vor vögeln, begründet.
ich grunze sie weg für dich.
komm.
lass uns gackern wie die hühner.
bei wein.
lass uns der musik lauschen.
wie der eule nachts auf dem baum.
lass uns über farben mischen.
wie der eitle pfau.
komm.
moby hat uns seinen bauch geöffnet.
dort können wir platz nehmen und
buchstabensuppe löffeln.
die wandert auch nicht in den bauch.
deswegen bleiben wir in form.
komm.
wir gehen spazieren.
für den kleinen
der roggen, der sich vom gelben markerstift fangen ließ.
May 11th, 2012 § Leave a Comment
am theater unter der roten sonne,
dort trafen sie sich.
ausgestattet mit hackebeil und spitzen stein.
um dort hinzureiten.
in das tal des kapitalismus.
der fänger aus dem gemachten roggensalingerselters.
und sie.
die prinzessin aus klammermarkerheftsekt.
hoch die tasssen.
eher die gläschen.
mensch, pferdi. kannst du nicht geschmeidiger galoppieren?
ich kleckere mich voll.
klotzen, nicht kleckern.
ah, ist sie nicht schön?
die rote sonne spiegelt sich in ihrem haar.
in seinem bart.
ein bisschen wie blut.
romantische kommunismus-stimmung.
deswegen steigen sie ab.
die beiden.
kein selters, kein sekt, keine pferdi.
einzig und allein der rotstich in ihren haaren.
betreten sie das teuerste theater aller zeiten.
da haben wir doch rebelliert, nicht wahr, schatzi?
foto: tomaz aquino
hüüüh haudegen.
May 8th, 2012 § 1 Comment
ein echter indianer kennt keinen schmerz.
ich halte mich für einen echten indianer.
vielleicht bin ich nicht unbedingt der häuptling,
aber ich bin auch ein indianer vom stamme rave.
das bedeutet, ich ertrage reichlich schmerz,
aber nur unter einfluss von reichlich schnaps.
denn wie soll ein indianer neben dem ganzen
utz utz taram taram
noch das wachsende gras und die steigende sonne
im ohr ertragen?
eben.
zudem geben sich die indianer vom stamme rave
ganz und gar der liebe hin.
haudegina. das ist die weibliche form für weibliche indianer vom stamme rave, die keinen schmerz kennen, wenn sie denn unter reichlich schnapseinfluss stehen.
ich mache schon mal das feuer an und tanze so lange bis die funken in die herzen aller schmerzempfindlichen indianer sprühen.
hüüüh. liebe. ja, die schmiere ich mir in den nacken. in den nacken eines stieres. arwwww.
(für den hessischen premier-praktikanten)
der tag, an dem die traurigkeit selbstmord begang. II
April 29th, 2012 § Leave a Comment
eine begebenheit in bildern, worten & klang
von dudu & sonae.
es waren einmal viele traurige gestalten, die im alltagsgrau herumtappsen oder längst verloren waren. auf der suche nach dem sinn, hatten sie sich in den fängen des üblen zeitgeist verheddert, der ihnen tiefgang durch traurigkeit versprach.
besonders schlimm hatte es fridolin freudlos erwischt: sein herz war so schwer und seine seele so leer, dass selbst die anderen glaubten, es sei das beste für ihn, in einem abfluss heruntergespült zu werden. so gross und quälend war die traurigkeit.
eines tages konnte uranius unwohl, dem es schon seit langem nicht mehr gut ging, das alles nicht mehr ertragen und er liess sich von seinem alten, mürrischen gefährten sigmuth strick einen selbigen häkeln, um sich daran zu erhängen.
als er da so baumelte, in seiner atemnot japsend und würgend und gurgelnd, da merkte er, dass es gut war. denn er hatte all seinen mut zusammen genommen und die angst überwunden – und so wurde der bann des üblen zeitgeist gebrochen.
einer freute sich besonders über uranius unwohl sagenhafte heldentat:
friedemar fröhlich, einer der wenigen wiederstandskämpfer jener düsteren zeit.
als geborener fröhlich stand fridolin im abseits – er entsagte dem kummer. um ein fröhlich bleiben zu können, musste er jede traurige gestalt verspeisen, die im begegnete. doch nun, da sie wieder frei waren, konnte fridolin fröhlich wieder mit ihnen sein.
er half ihnen dabei,
ihren seelenkater zu kraulen, der nach der langen traurigkeit nicht lange auf sich warten liess.
als der seelenkater genug gekrault war und zufrieden schnurrte, da schöpften sie gemeinsam zuversicht, bis sie alle wieder fröhlich waren.
so trug es sich zu, an jenem tag, an dem die traurigkeit selbstmord begang.
RIP * ** rest in piss
die totenwache fand statt in der galerie frei zu köln,
an einem tag im februar vor gar nicht allzu langer zeit.











